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Wir informieren Sie regelmäßig über Neuigkeiten rund um das Steuerwesen und unsere Kanzlei.

 

Wichtige Änderungen im Steuerrecht ab 2021 (05.01.2021)

 

Familien

Der Kinderfreibetrag und der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf des Kindes werden um jeweils 288 Euro erhöht. Eltern können dann 8.388 Euro pro Kind steuerlich geltend machen. Das zugehörige Kindergeld steigt ab dem 1. Januar 2021 um 15 Euro im Monat pro Kind. Für die ersten beiden Kinder beträgt es hiernach monatlich je 219 Euro, für das dritte Kind 225 Euro. Ab dem vierten Kind erhalten Eltern jeweils 250 Euro. Außerdem können Alleinerziehende einen Entlastungsbetrag von 4.008 Euro geltend machen, der sich für jedes weitere Kind um 240 Euro erhöht.

 

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag steigt um 336 Euro auf 9.744 Euro. So werden bei einem Ledigen erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 9.744 Euro im Jahr Steuern fällig. Bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag auf 19.488 Euro.

 

Rückführung Solidaritätszuschlag

In einem ersten Schritt werden Steuerzahler mit einem Bruttojahreseinkommen von unter 73.000 Euro vom Solidaritätszuschlag vollständig entlastet. Für höhere Einkommen entfällt der Zuschlag zumindest in Teilen. Erst ab einem Einkommen von rund 109.000 Euro muss der Solidaritätszuschlag in voller Höhe weitergezahlt werden.

 

Kalte Progression

Die Eckwerte des Einkommensteuertarifs werden verschoben. Dadurch soll die sogenannte „kalte Progression“ ausgeglichen werden. Kalte Progression tritt dann ein, wenn Lohn- und Gehaltssteigerungen lediglich die Inflation ausgleichen, es aber trotzdem wegen der mit höheren Einkommen steigenden Steuersätze zu einer Steuermehrbelastung kommt. Durch die Verschiebung der Tarifeckwerte wird ein Inflationsausgleich in den Einkommensteuertarif eingebaut.

 

Pauschbeträge für Behinderte

Die Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung werden verdoppelt. Ab einem Behinderungsgrad von 20 können Betroffene einen der Höhe nach vom Grad der Behinderung abhängigen Pauschbetrag geltend machen und müssen die behinderungsbedingten Mehrkosten nicht einzeln nachweisen. Zudem wird eine Fahrkostenpauschale für behinderungsbedingte Fahrten eingeführt.

 

Homeoffice-Pauschale

In Folge der durch Corona ausgeweiteten Arbeit von zu Hause kann für jeden vollen Arbeitstag im Homeoffice ein pauschaler Betrag von 5 Euro, max. 600 Euro im Jahr, geltend gemacht werden. Das Vorliegen eines häuslichen Arbeitszimmers ist für die Berücksichtigung der Pauschale nicht erforderlich. Die Homeoffice-Pauschale wird auf den Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 Euro angerechnet.

 

Pendlerpauschale

Für den einfachen Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte können ab dem 21. Entfernungskilometer 35 Cent geltend gemacht werden. Für die ersten 20. Kilometer werden unverändert 30 Cent berücksichtigt. Arbeitnehmer, die keine Einkommensteuer zahlen, können für Fahrtwege ab dem 21. Entfernungskilometer beim Finanzamt eine Mobilitätsprämie beantragen.

 

Altersvorsorgeaufwendungen

Steuerpflichtige können Vorsorgeaufwendungen für das Alter steuerlich besser absetzen, wie zum Beispiel Beiträge zur gesetzlichen Rentenkasse oder zu Versorgungswerken. Bis zu einem Höchstbetrag von 25.787 Euro sind diese als Sonderausgaben zu berücksichtigen. Maximal können 92 Prozent abgesetzt werden. Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, wird von den Vorsorgeaufwendungen der steuerfreie Arbeitgeberanteil abgezogen.

 

Pflege-Pauschbetrag

Bereits ab Pflegegrad 2 beim zu Pflegenden kann für die häusliche Pflege ein Pflege-Pauschbetrag geltend gemacht werden. Ist die zu pflegende Person hilflos bzw. hat sie Pflegegrad 4 oder 5, wird der Pflege-Pauschbetrag auf 1.800 Euro erhöht.

 

Unterhalt

Für das Jahr 2020 erhöhen sich die Unterhaltskosten, die als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden können, um 336 Euro auf maximal 9.744 Euro.

 

Verbesserung im Bereich des Ehrenamts

Die Übungsleiterpauschale wird auf 3.000 Euro und die Ehrenamtspauschale auf 840 Euro angehoben. Damit verbunden ist auch eine entsprechende Befreiung von den Sozialversicherungsbeiträgen. Ein vereinfachter Spendennachweis ist bis 300 Euro möglich. Für gemeinnützige Körperschaften wurden Verbesserungen beschlossen: Die Grenze, bis zu der diese Gesellschaften Einnahmen aus einer wirtschaftlichen Tätigkeit steuerfrei erzielen können, wird von 35.000 Euro auf 45.000 Euro erhöht. Für kleine Körperschaften mit jährlichen Einnahmen von nicht mehr als 45.000 Euro wird zudem die Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung abgeschafft. Erleichterungen ergeben sich auch bei der Mittelweitergabe an andere Körperschaften für die Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke. Der Katalog der gemeinnützigen Zwecke wird um die Bereiche Klimaschutz, Ortsverschönerung, Hilfe für Menschen, die auf Grund ihrer geschlechtlichen Identität oder Orientierung diskriminiert werden, und Freifunk erweitert.

 

Umsatzsteuer

Zur Stützung des privaten Konsums wurden die Umsatzsteuersätze ab dem 1.7.2020 von 19 % auf 16 % bzw. von 7 % auf 5 % abgesenkt. Diese befristete Steuersatzsenkung läuft zum 31.12.2020 planmäßig aus, so dass ab 1.1.2021 wieder die Steuersätze von 19 % bzw. 7 % gelten.

 

Quelle: Finanzministerium Rheinland-Pfalz, Pressemitteilung vom 21.12.2020

Verlängerung der Steuererklärungsfrist für den Veranlagungszeitraum 2019 (22.12.2020)

Angesichts der durch die Corona-Pandemie verursachten Ausnahmesituation haben die obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder beschlossen, die Ende Februar 2021 ablaufende Erklärungsfrist für das Kalenderjahr 2019 für Steuererklärungen, die durch Angehörige der steuerberatenden Berufe erstellt werden, allgemein bis zum 31.3.2021 zu verlängern. Quelle: NWB/BMF

Offenlegung des Jahresabschlusses 2019 (18.12.2020) 
Das Bundesamt für Justiz (BfJ) wird in Abstimmung mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gegen Unternehmen, deren gesetzliche Frist zur Offenlegung von Rechnungslegungsunterlagen für das Geschäftsjahr mit dem Bilanzstichtag 31.12.2019 am 31.12.2020 endet, vor dem 1.3.2021 kein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB einleiten. Quelle: NWB/BfJ

Höheres Kindergeld und höhere Freibeträge ab Januar (01.12.2020)
Der Bundesrat hat am 27.11.2020 dem "Zweiten Familienentlastungsgesetz" zugestimmt. Damit steigen u.a. das Kindergeld sowie die Kinderfreibeträge ab dem nächsten Jahr.

Kindergeld steigt um 15 Euro je Kind

Es erhöht das Kindergeld pro Kind ab 1.1.2021 um 15 Euro pro Monat - beträgt damit für das erste und zweite Kind jeweils 219 Euro, für das dritte Kind 225 Euro, für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 250 Euro pro Monat. Der steuerliche Kinderfreibetrag steigt entsprechend von 5.172 Euro um 288 Euro auf 5.460 Euro.

Auch der Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf eines Kindes wird um 288 Euro auf 2.928 Euro erhöht.

Außerdem stellt das Gesetz mit der Anhebung des Grundfreibetrags sicher, dass das Existenzminimum der Steuerpflichtigen ab dem Veranlagungszeitraum 2021 steuerfrei bleibt: 2021 steigt der Betrag auf 9.744 Euro, 2022 weiter auf 9.984 Euro. Quelle Bundesrat/NWB

Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge (01.12.2020)

Der Bundesrat hat am 27.11.2020 dem Gesetz zur Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge und zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen zugestimmt. Damit können die folgenden Maßnahmen in Kraft treten:

  • Verdoppelung der Behinderten-Pauschbeträge einschließlich Aktualisierung der Systematik,
  • Einführung eines behinderungsbedingten Fahrtkosten-Pauschbetrags,
  • Verzicht auf die zusätzlichen Anspruchsvoraussetzungen zur Gewährung eines Behinderten-Pauschbetrages bei einem Grad der Behinderung kleiner als 50,
  • Geltendmachung des Pflege-Pauschbetrages unabhängig vom Vorliegen des Kriteriums „hilflos“ bei der zu pflegenden Person
  • Erhöhung des Pflege-Pauschbetrages bei der Pflege von Personen mit den Pflegegraden 4 und 5 und Einführung eines Pflege-Pauschbetrages bei der Pflege von Personen mit den Pflegegraden 2 und 3.

Quelle:NWB

 

In eigener Sache: Unsere Bürozeiten ändern sich ab dem 02.11.2020:
Mo.-Do.:      8:00 Uhr bis 12:30 Uhr & 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr
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Befristete Absenkung des allgemeinen und ermäßigten Umsatzsteuersatzes zum 1. Juli 2020 (15.06.2020)
Das Bundeskabinett hat am 12. Juni 2020 erste umfangreiche Maßnahmen des Konjunkturpakets beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie entschlossen anzugehen. Dazu zählt insbesondere die befristete Senkung der Umsatzsteuer im zweiten Halbjahr 2020: Die Umsatzsteuer wird vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Der reguläre Steuersatz sinkt dabei von 19 % auf 16 %, der reduzierte Steuersatz von 7 % auf 5 %. Hierzu stimmt das Bundesministerium der Finanzen derzeit einen Entwurf eines begleitenden BMF-Schreibens mit den obersten Finanzbehörden der Länder ab. Das endgültige Ergebnis der Erörterungen bleibt abzuwarten. Der hier verfügbare Entwurf gibt den Stand vom 11. Juni 2020 wieder.
Bundesregierung beschließt Konjunkturpaket (04.06.2020)
Die Bundesregierung hat sichangesichts der Corona-Krise am 3.6.2020 auf einumfangreiches Konjunkturprogramm geeinigt. Geplant ist unter anderem eine befristeteSenkung der Umsatzsteuersätze.
 
Aus steuerlicherSicht sind u.a. die folgenden Maßnahmen geplant:
 
  • Absenkung derUmsatzsteuer: Vom 1. Juli an bis zum 31.12.2020 sollder Umsatzsteuersatz von 19 % auf 16 % und der ermäßigte Satz von 7 % auf 5 %gesenkt werden.
  • Die Fälligkeitder Einfuhrumsatzsteuer soll auf den 26. des Folgemonatsverschoben werden.
  • Der steuerliche Verlustrücktrag soll - gesetzlich - für die Jahre 2020 und 2021 auf maximal 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio.Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert werden. Es soll ein Mechanismuseingeführt werden, wie dieser Rücktrag unmittelbar finanzwirksam in der Steuererklärung 2019 nutzbar gemacht werden kann, z.B. über die Bildung einersteuerlichen Corona-Rücklage. Die Auflösung der Rücklage soll spätestens biszum Ende des Jahres 2022 erfolgen.
  • Degressive AfA: Als steuerlicher Investitionsanreiz soll eine degressiveAbschreibung für Abnutzung (AfA) mit dem Faktor 2,5 gegenüber der derzeitgeltenden AfA und maximal 25% pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter desAnlagevermögens in den Steuerjahren 2020 und 2021 eingeführtwerden.
  • Modernisierungdes Körperschaftsteuerrechts: Um die Wettbewerbsbedingungenfür Unternehmen zu verbessern, soll das Körperschaftssteuerrecht modernisiertwerden, u.a. durch ein Optionsmodell zur Körperschaftsteuer fürPersonengesellschaften und die Anhebung des Ermäßigungsfaktors bei Einkünftenaus Gewerbebetrieb auf das Vierfache desGewerbesteuer-Messbetrags.
  • Stabilisierungder Sozialversicherungsbeiträge: Im Rahmen einer"Sozialgarantie 2021" sollen die Sozialversicherungsbeiträge bei maximal 40 %stabilisiert werden, indem darüber hinaus gehende Finanzbedarfe aus demBundeshaushalt jedenfalls bis zum Jahr 2021 gedecktwerden.
  • Entlastung beiden Stromkosten: Die EEG-Umlage soll ab 2021über Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt abgesenkt werden (im Jahr 2021 auf 6,5ct/kwh, im Jahr 2022 auf 6,0 ct/kwh).

Quellen: NWB, Bundesregierung, SPD Online

Umsatzsteuer: Behandlung gewährter Corona-Soforthilfen (04.06.2020)
Die im Rahmen des "Corona-Soforthilfe-Programms" der Bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung gewährten Leistungen stellen aus umsatzsteuerlicher Sicht echte nichtsteuerbare Zuschüsse dar und sind weder in den Umsatzsteuer-Voranmeldungen noch in den Umsatzsteuer-Jahreserklärungen anzugeben. Dies stellt das Bayerische Landesamt für Steuern (BayLfSt) aktuell klar. Quellen: NWB/BayLfSt

Der Bundesrat hat Stellung zum Corona-Steuerhilfegesetz genommen (18.05.2020)
Der Bundesrat hat sich am 15.5.2020 inverkürzter Frist mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung steuerlicherHilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise(„Corona-Steuerhilfegesetz“) befasst, den die Bundesregierung am 7.5.2020 auf den Weg gebracht hatte.
 
Die wichtigstenMaßnahmen:
  • Der Mehrwertsteuersatz für Speisen in Restaurants und Gaststättensoll von 19 auf 7 Prozent abgesenkt werden. Ziel ist es, dasGastronomiegewerbe in der Zeit der Wiedereröffnung zu unterstützen und diewirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Beschränkungen zu mildern. DieRegelung soll ein Jahr lang gelten: vom 1.7.2020 bis 30.6.2021.
  • Arbeitgeber sollen das Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten steuerfreiaufstocken können. Die Regelung soll für Zahlungen zwischen dem 1.3.2020 und dem 31.12.2020 gelten. Voraussetzung:Aufstockungsbetrag und Kurzarbeitergeld zusammen übersteigen nicht 80 Prozentdes ausgefallenen Arbeitsentgelts. Wird mehr gezahlt, muss nur der darüberhinaus gehende Teil versteuert werden. Das entspricht der Regelung imSozialversicherungsrecht und soll dafür sorgen, dass die Zahlungenungeschmälert bei den Beschäftigten ankommen.
  • Daneben enthält der Entwurf weitere Regelungen zum UStG und zum UmwStG.

Quellen: NWB/BundesratKOMPAKT/Bundestag online

Maßnahmenpaket des BMF zum Coronavirus (13.03.2020)

Das BMF hat ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus vorgelegt. Enthalten sind u.a. steuerliche Liquiditätshilfen. Ziel ist es, Firmen und Betriebe mit ausreichend Liquidität für die Kriseauszustatten.


Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen
 
Für Beschäftigte und Unternehmen,die von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen sind, wird ein Schutzschilderrichtet, der auf vier Säulen beruht:
 
  1. Kurzarbeitergeld flexibilisieren
  2. SteuerlicheLiquiditätshilfe für Unternehmen
  3. Milliarden-Schutzschild für Betriebe und Unternehmen
  4. Stärkung desEuropäischen Zusammenhalts
Quellen: NWB/BMF

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